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Burg Düben

Anschrift:
Neuhofstraße 3
04849 Bad Düben
Tel.: 034243 - 23691

Die Burg Düben erhebt sich auf einem kleinen Hügel rechts der Mulde direkt an deren Ufer. Die Burg liegt direkt an der Brücke der über die Mulde.

Seit 1953 beherbergt die Burg das Landschaftsmuseum Dübener Heide. Informationen zu diesem hier klicken.


981 - Erstmalige urkundliche Erwähnung als Burg "Dibni", welche dem Schutz des Muldeübergangs einer Handelsstraße diente und einer slawischen Siedlung angehörte.

Seit über 1 000 Jahren thront an der Mulde, über der Stadt Bad Düben (früher Düben), eine weithin sichtbare Burg. Der Gebäudekomplex umfasst den Turm "Lug ins Land", das Haupthaus und das Burgwächterhaus.
Am bekanntesten ist der Turm, nicht nur als ältester Teil, sondern auch als Schauplatz bedeutender Prozesse. So wurde hier im 16. Jahrhundert über den Pferdedieb Hans Kohlhase verhandelt (bekannt aus der Kleistschen Novelle Michael Kohlhaas) und einer der letzten Hexenprozesse der Region fand ebenfalls hier statt (18. Jahrhundert).

Bekannte Persönlichkeiten übernachteten hier, z. B. der schwedische König Gustav, der II. Adolf und Kaiser Napoleon. Die Burg brachte ihnen jedoch wenig Glück.

Im Jahr 1450 wurde die Burg während einer Adelsfehde zwischen den Brüdern Friedrich und Wilhelm von Thüringen vollständig zerstört. Seit dem Jahr 1530 befand sich in der Burg der kursächsische Amtssitz des Amtes Düben.

Während des Dreißigjährigen Krieges schlossen am 15. September 1631 hier der Schwedenkönig Gustav II. Adolf, der brandenburgische Kurfürst Georg Wilhelm und der sächsische Kurfürst Johann Georg I. ein Bündnis gegen den katholischen Kaiser Ferdinand II.

Während des Siebenjährigen Krieges hielt sich Preußenkönig Friedrich II. in der Burg auf und legte hier das größte Versorgungslager seiner Armee in Sachsen an, welches von 5.000 Soldaten bewacht wurde. In der Folge kam es am 3. November 1760 zur Schlacht bei Torgau, die Friedrich II. trotz großer Verluste zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

1813 schlug Napoleon sein Hauptquartier in Düben auf und erteilte auf der Burg die entscheidenden Befehle zum Aufmarsch seines Heeres zur Völkerschlacht bei Leipzig. Nach seinen eigenen Worten hat Napoleon hier “die drei schrecklichsten Tage seines Lebens“ verbracht./p>

Der Bergfried stellt das älteste Gebäude (von 1206) im Burgareal dar. Hier befindet sich auch der sogenannte Hexenkeller. Dahinter steht das Hauptgebäude, welches als Amtssitz der Stadt Düben erbaut wurde und jetzt das Heimat- und Landschaftsmuseum beherbergt. Neben dem Hauptgebäude befindet sich das sogenannte Burgwärterhäuschen, in welchem jetzt ein kleines Cafe untergebracht ist. Alle Gebäude wurden in den Jahren 1997 - 1999 aufwendig saniert. Am Fuß der Burg befindet sich die ebenfalls restaurierte Bergschiffsmühle.


Informationen aus dem Internet: wikipedia.org und bad-dueben.de
sowie Ferienland Dübener Heide 16/2015p>

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