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Die Ileburg/Eilenburg

Anschrift: Schlossberg
Eilenburg

Die Ileburg/Eilenburg besteht heute aus ein paar Rudimenten der früheren Anlage und ist frei zugänglich. Sie ist eine historisch wertvolle Anlage, gilt als die Wiege des Freistaates Sachsen und ist damit ein für die Landesgeschichte wichtiges Objekt. Sie ist ein in Sachsen seltenes Beispiel für eine Backsteinburg. Im Verlaufe der Jahrhunderte wurde sie mehrmals zerstört und verlor ihre anfängliche Bedeutung.


Die erste Befestigung des heutigen Burgbergs war eine slawische Befestigung und entstand im 9. Jahrhundert. Rund 100 Jahre später wurde an gleicher Stelle, unter Einbeziehung der noch vorhandenen Anlagen, die Ileburg errichtet. Erstmals findet sie 961 urkundliche Erwähnung („civitas Ilburg“) .

Von den Anlagen sind heute der Sorbenturm, das Burgtor, der Mauerturm (kleiner Bergfried) und die Burgbergmauern erhalten. Sie wurden in den letzten Jahren aufwändig saniert. Die Burgruine Eilenburg ist frei zugänglich und die Besteigung ihrer beiden Türme zu bestimmten Öffnungszeiten möglich.

Der Sorbenturm ist das bekannteste Bauwerk im Nordosten der Burg unmittelbar vor der Ringmauer. Mit seiner gut erhaltenen und reichen Ausstattung mit Kamin, Nische und Abort ist er ein Unikat in Sachsen. Er gehört zu den reich ausgestatteten Wohntürmen im deutschen Sprachraum und ist ein höchst bedeutender Vertreter dieser Bauform in Mitteldeutschland. Die historistische Bezeichnung hat nichts mit seiner ursprünglichen Bedeutung und Aufgabe zu tun. In den drei Geschossen des Sorbenturms finden gelegentlich Ausstellungen statt. Bereits seit 1863 ist er eine allgemein zugängliche Aussichtsplattform.

Der Turm wurde aus in Mitteldeutschland bislang einzigartigen gelben, teilweise auch gelbgrauen bis dunkelgrauen Backsteinen erbaut. Der quadratische Grundriss hat eine äußere Seitenlänge von 7,55 Metern, eine Mauerdicke von 1,65 Metern und ein inneres Maß von 4,25 Metern im Quadrat.

Der Mauerturm, etwas abgesetzt von der Ringmauer, steht im Südwesten der Anlage. Im lokalen Sprachgebrauch wird er auch als „kleiner Bergfried“ bezeichnet, doch handelt es sich eben nicht um einen Bergfried, sondern eher um einen Wohnturm. Der Mauerturm wurde mit roten Backsteinen ausgeführt.

Johann Wolfgang von Goethe und den Gebrüdern Grimm machten die Burg zum Schauplatz sagenumwobener Geschichten, in der die Heinzelmännchen das Eilenburger Grafengeschlecht verfluchen.Doch es gibt noch mehr Mysteriöses, denn der Eilenburger Burgberg ist von großen Kellergewölben nahezu durchlöchert.

Weitere Informationen finden sie auf den am Ende angegebenen Internetseiten.

 


Informationen aus dem Internet. Quellen: wikipedia.de, burgwelten.org und eilenburg.de
Ferienland Dübener Heide Ausgabe 96/2016