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Schloss Wartenburg

Anschrift: Sportlerweg 7
06901 Wartenburg (Gemeinde Kemberg)

Schloss Wartenburg wird heute als Kinder- und Jugendheim genutzt und ist keine touristische Einrichtung. Man kann an das Schloss jedoch herantreten. Für angemeldete Gruppen besteht die Möglichkeit einer geführten Besichtigung im kleinen Rahmen.

Der Ort Wartenburg wurde 1176 erstmals als Wardenberch urkundlich erwähnt. Seine Bekanntheit erlang es einige Jahrhunderte später durch zwei kriegerische Ereignisse. Am 1. September 1756 marschierten die Truppen Friedrich II. von Preußen über Wartenburg - Bösewig - nach Pretzsch. In die Geschichtsbücher ging es in den Befreiungskriegen ein. Im Oktober 1813 besiegten die preußischen und russischen Einheiten unter General York die französischen Truppen und ihre Verbündeten in der Schlacht von Wartenburg. Dem General wurde daraufhin der Ehrentitel „Graf von Wartenburg“ verliehen.


Das ehemalige Rittergut muss als Burgward bereits im 10./11. Jahrhundert entstanden sein. Die Ländereien wurden als Lehnsgut der preußischen Könige verschiedenen Adligen übergeben. 1651 erhalten die Brüder Witzleben den Besitz von Wartenburg. 12 Jahre später findet die Grundsteinlegung für das Schloss statt (es wird allerdings auch das Jahr 1603 als Baustart genannt). Auch in den Folgejahren wechselten die Besitzer öfters. Erst 1769 erhielt es einen stabilen Gutsherren, die Familie von Hohenthal bewirtschaftete die Ländereien bis 1945. Mit Erwerb des Rittergutes durch den Grafen von Hohenthal begannen im Jahre 1769 umfangreiche Umbau- und Erweiterungsarbeiten. Das Schloss wurde im barocken Stil zu einer kastellförmigen Vierflügelanlage umgebaut. Im Jahre 1921 wurde die Nordseite des Karrees, der sogenannte Blüchersaalflügel, weggenommen, um Luft und Licht in den dunklen und feuchten Innenhof zu bringen.

1813 war es für 3 Tage das Hauptquartier von Feldmarschall Blücher, den Generälen Gneisenau und York sowie dem Kronprinz Wilhelm von Preußen.

Als 1945 die russischen Truppen vor Wartenburg standen, floh die Grafenfamilie. Nach der Verstaatlichung 1946 wurde das Schloss in ein Landeserziehungsheim umgewandelt. Noch heute, 60 Jahre später, finden Kinder und Jugendliche hier Geborgenheit. Nach der Wende war die Gemeinde Wartenburg Träger der Einrichtung. Seit 1994 befindet sich das Schloss in Trägerschaft des Evangelischen Kinder- und Jugendwerkes.


Informationen aus dem Internet: wartenburg.net, wikipedia.org und
Ferienland Dübener Heide 96/2015

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