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Schloss Zschepplin

Das Schloss Zschepplin befindet sich in Privatbesitz und dient als Wohnsitz.


Das Schloss Zschepplin liegt an der Straße von Eilenburg nach Bad Düben (B 107) an der Mulde und gilt als eine der ältesten Schlossanlagen in Nordsachsen. Dabei ist die Entstehung etwas sagenumwoben. Angenommen wird das 13. Jahrhundert, doch erst aus dem 16. Jahrhundert stammen belegbare Beweise. Allerdings bestand das Rittergut nachweislich bereits Ende des vorangegangenen Jahrhunderts.

Das Schloss, ein dreigeschossiger, vierflügeliger Renaissancebau, wurde über einem mittelalterlichen Kern errichtet. Die Flügel ordnen sich um einen annähernd quadratischen Hof an und sind durch Giebel und Erker geschmückt. Das Erdgeschoss ist zur Hofseite als Arkadengang geöffnet. An der Nord- und Südseite übernehmen Treppentürme die Erschließung der Obergeschosse.
Im Süden wurde 1762-75 unter dem Grafen von Brühl ein spätbarocker Flügel angebaut. Es handelt sich um einen langgestreckten zweigeschossigen Bau mit flachem Mittelrisalit und dreigeschossigem Eckpavillons . Hinter den drei südlichen Achsen des Mittelrisalits verbirgt sich eine großzügige Eingangshalle mit Zugang zum seitlich gelegenen Treppenhaus.

Im 19. Jahrhundert erfolgten weitere Umbauten, wie die Einrichtung einer Kapelle in der ehemaligen Bibliothek, die Umgestaltung des Festsaals im Westflügel sowie die Ausmalung durch Andreas Wilhelm Schaberschul.

In den 1950er Jahren erfolgte eine Umgestaltung zum Kinderheim. Heute ist das Schloss privater Wohnsitz. Die Eigentümer haben großes Interesse, es denkmalgerecht zu sanieren.

Der das Schloss umgebende Park entstand im 19. Jahrhundert. Vielfach wird er als einer der schönsten in Sachsen genannt. Stille Seen mit schönen Uferformen, unterschiedliche, teils sehr alte Bäume und schöne Wiesen wechseln sich ab und bilden die Grundlage für eine ruhig-harminische Naturschönheit.


Informationen aus dem Internet: denkmalschutz.de, wikipedia.org und
Ferienland Dübener Heide 96/2015

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