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Schloss Pouch

Anschrift: Bitterfelder Straße
06774 Muldestausee
OT Pouch

Pouch liegt zwischen Bitterfeld und Lutherstadt Wittenberg (B 100) auf einer Halbinsel zwischen dem Muldestausee und dem Großen Goitzschesee. Bereits aus der Ferne weist der rote Turm den Weg zum naheliegenden Schloss.

Das Schloss Pouch wird nicht genutzt. Schloss Pouch und kleiner Landschaftspark sind nicht zugänglich, Der Bergfried ist saniert und  kann besichtigt werden.


Pouch wurde erstmals im Jahr 981 als Pauc erwähnt. Es bildete mit seiner Burg an der Mulde im 10. Jahrhundert den Mittelpunkt eines Burgwards.

Die Burg bzw. das Schloss wurde an Adelsfamilien zum Lehen vergeben. Im 15. Jahrhundert taucht der Name von Rabiel auf, denen u. a. auch die Anwesen in Muldenstein und Schköna gehörten.

1537 erkaufte der Graf Philipp zu Solms-Lich das Rittergut Pouch von den Herzögen von Sachsen. Es blieb bis 1945 im Besitz der Familie Solms. Es ist einer der wenigen Adelssitze mit über 400-jähriger Familientradition.

Die Burg verlor im Laufe der Jahre ihre militärische Bedeutung und wandelte sich allmählich in ein Wohnschloss. Größere Umbauten erfolgten im 13., 14. und 19. Jahrhundert.

1816 brennt durch Blitzschlag der größte Turm (von insgesamt 3 Türmen) des Schlosses sowie der Ostteil des Schlosses ab. Ein Wiederaufbau erfolgte nicht.

1868 wurde das Schloss vollständig im modernen gotischen Baustil umgebaut, es erhielt sein heutiges Ansehen als zweigeschossige Zweiflügelanlage, mit hohem Kellergeschoss, auf rechtwinkligem Grundriss mit zwei mittelalterlichen Türmen. Die Fassade wurde nach 1945 verändert, Roter Turm aus Backsteinen, der zweite Turm ist verputzt. Ein Mansardwalmdach mit stehenden Gauben bildet den Abschluss.

1945 geht das Schloss in den Besitz der Gemeinde über und ist bis 1999 eine Sozialeinrichtung, der Rote Turm wird zum Aussichtspunkt. Nach Schließung des Pflegeheims bleibt es ungenutzt. Lediglich zur Expo erhielt das Schloss eine kurze Wiederbelebung als Ausstellungsgebäude.


Informationen aus dem Internet: wikipedia.org und architektur-blicklicht.de
sowie Ferienland Dübener Heide 96/2015

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letzte Änderung 01/2018