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Schloss Wittenberg

Anschrift: Schlosssplatz
06886 Lutherstadt Wittenberg

Herausragende Bedeutung erlangte Wittenberg als eines der wichtigsten deutschen Zentren politischer, kulturgeschichtlicher und künstlerischer Bestrebungen im 16. Jahrhundert: Die Stadtkirche St. Marien, die Schlosskirche, das Lutherhaus und das Melanchthonhaus gehören seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.


Das Wittenberger Schloss ist die ehemalige Residenz der sächsischen Kurfürsten. Seit dem Ersten Weltkrieg dient das Schloss zivilen Zwecken.

Die Ersterwähnung einer Burg in Wittenberg datiert aus dem 12. Jahrhundert. Bereits 100 Jahre später entstand ein Askanierschloss, in dem sich die Kapelle „Aller Heiligen“ befand.

Erst im 15. Jahrhundert wurde ein Renaissanceschloss mit Kirche erbaut. Es diente als Wohnung des Kurfürsten und war zugleich südwestliche Stadtbefestigung. Im Laufe der wechselvollen Geschichte der Stadt Wittenberg wandelte sich die Gestalt und der Charakter des Schlosses. Mehrfach wurde es zerstört und wiederaufgebaut (z. B. im Schmalkaldischen und im Siebenjährigen Krieg). Während der Befreiungskriege (Napoleonischen Kriege) erfolgte 1814 die Erstürmung Wittenbergs und das Schloss wurde wiederum zerstört. Anschließend baute der neue Herrscher, der König von Preußen, das Schloss zur Kaserne um. Aus dem einstmals prächtige Bau wurde eine einfachen Zitadelle. Mit den Erneuerungen verbanden sich stetige Veränderungen. Der eigentliche Schlossbau trat zunehmend in den Hintergrund und die im Nordteil liegende Schlosskirche dominiert das Anwesen - sowohl in optischer als auch historischer Sicht.

Das heutige Erscheinungsbild Schlosses und vor allem der Schlosskirche erhielt das Anwesen Ende des 19. Jahrhunderts. Der innerer Kern der Schlosskirche wurde vollkommen neu nach historischen Aufzeichnungen gestaltet und die Haube Schlosskirchturms neu errichtet.

Die Schlosskirche ist Hauptanziehungspunkt im Schlossbereich, aber auch in der Stadt. Berühmtheit erlangte die Kirche, als am 31. Oktober 1517 der bis dahin nahezu unbekannte Wittenberger Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther seine 95 lateinischen Disputationsthesen verbreitete, die als Auslöser der Reformation gelten. 1883 bis 1892 wurde die Kirche umgestaltet. Nach den Absichten der Bauherren sollte ihre weltgeschichtliche Bedeutung zum Ausdruck gebracht werden. Im Sinne der Zeit des Historismus wurde die Aussage auf die Vorläufer und Träger der Reformation bezogen und damit eine Reformationsgedenkstätte geschaffen. Aus Anlass des 500. Jubiläums des Thesenanschlags 2017 ist die Kirche umfassend saniert worden.

Weithin sichtbar erhebt sich der zylindrische, 88 Meter hohe Schlosskirchturm aus der Silhouette der Lutherstadt Wittenberg und markiert das westliche Ende der Altstadt. Nähert man sich der Kirche, erkennt man eine filigran verzierte neugotische Turmhaube (1885/92), unter der sich ein mit Mosaiksteinen gestaltetes Spruchband befindet, auf dem in metergroßen Buchstaben die Worte des Kirchenliedes Martin Luthers „ Eine feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ zu lesen sind.


Quellen: wikipedia.de und
Ferienland Dübener Heide 16/2015

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letzte Änderung 01/2018