Ausflugsziele in der Dübener Heide

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Stadtrundgang durch Pretzsch

Lernen Sie bei einem bequemen 1-stündigen Spaziergang eines der schönen Heidestädtchen kennen.

Pretzsch, die kleine Stadt am östlichen Rand der Dübener Heide und zugleich in den Elbauen gelegen, verfügt durch seine über 1.000-jährige Geschichte über viel Interessantes und Sehenswertes. Manches fällt nicht sofort ins Auge, deshalb ist ein gezielter Rundgang zu empfehlen.

Ausgangspunkt der kleinen Wanderung sollte das Parkhotel sein. Hier finden Sie Parkmöglichkeiten und können sich vor bzw. nach dem Spaziergang stärken. Außerdem ist der Weg zum Hotel gut ausgeschildert.

Gegenüber dem Parkhotel befindet sich der frühere Kurpark. Gegenwärtig wird er schrittweise wieder im barocken Stil restauriert. Im Park befinden sich drei Sühnekreuze aus dem 16. Jahrhundert. Im unteren Bereich des Park befinden sich vier Kavaliershäuser. An ihnen vorbeigehend gelangt man zum Schloss, in dem das in der Region gut bekannte Geschlecht der Löser mehrere Jahrhunderte lebte. Diese ließ auch an der Stelle der alten Burg in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in das heute neu renovierte Renaissance-Schloß erbauen. Später kam das Schloss in kurfürstlichen Besitz und August der Starke schenkte es seiner Gattin Christiane Eberhardine. Sie baute es zur Residenz aus.

Die Niederlage Napoleon und seines Verbündeten Sachsen beeinflusste auch die Lage im Pretzscher Schloss. Es wurde preußisch und Militärwaisenhaus. Diesen Charakter behielt es lange Zeit und auch heute ist es eine Internatsschule.

Vom Schlosshof gelangt man in die Elbstraße. Links, an einem kleinen freien Platz, steht ein großes Gebäude, die frühere Unterkunft der Schlosswache. Etwas weiter befindet sich auf der rechten Seite die ehemalige "Café und Konditorei Knötzsch". Hier arbeitete in den 30-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts der Schriftsteller Erwin Strittmatter als Bäckergeselle.

Von der Elbstraße rechts in die Thälmannstraße abbiegend (vom Café sind es ein paar Schritte zurück) gelangt man zum Rathaus und etwas weiter zum Marktplatz. Die Friedenseiche, das Wieck-Haus, das Forsthaus Nikolai und das Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 prägen diesen Platz. Links in die Kirchstraße gehend, sieht man am Ende die Stadtkirche Sankt Nikolaus. Christiane Eberhardine, Königin von Polen ließ sie als Hofkirche gestalten.

In unmittelbarer Nähe zur Hofkirche befindet sich die Stadtmühle, das anschließende Fachwerkhaus war das Amtsgericht und wurde um 1700 zum Zwecke der Gerichtsbarkeit erbaut. Heute beherbergt es die Stadtbücherei und das Heimatmuseum.

Nach 49. empfohlene Wanderung in
Ferienland Dübener Heide, 49. Ausgabe, Sommer 2004
nach Eberhard Dubrau

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letzte Änderung: 28.12.2011